Eisenpulver - Kerne

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Eisenpulverkerne – Qualitätsprodukte von Amidon

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Die von uns angebotenen Eisenpulver- und Ferritkerne sind Originalprodukte von Amidon. Achten Sie beim Kauf auf die Originalqualität, denn äußerlich sehen Nachbauten häufig identisch aus, unterscheiden sich jedoch oftmals in ihren elektrischen und thermischen Eigenschaften.

In unserem Labor werden regelmäßig Vergleichsmessungen an nachgebauten Kernen durchgeführt. Dabei zeigt sich, dass diese häufig nicht die spezifizierten magnetischen Kennwerte, Temperaturstabilität oder Sättigungswerte erreichen. Viele Kunden bestätigten uns nach Rückfragen, dass diese Kerne nicht über Amidon bezogen wurden.

Original-Amidon-Kerne werden nach den veröffentlichten Spezifikationen gefertigt und geprüft. Die angegebenen technischen Daten werden zuverlässig eingehalten. Wir verfügen über ein großes Lager mit einer umfangreichen Auswahl an Eisenpulver- und Ferritkernen.

Eisenpulverkerne

Eisenpulverkerne werden grundsätzlich aus zwei verschiedenen Werkstoffen hergestellt:

  • Eisencarbonyl (HF- oder RF-Kerne)

  • Wasserstoffreduziertes Eisenpulver (Leistungskerne)

HF-/RF-Kerne

HF-Kerne werden überwiegend für Hochfrequenzanwendungen eingesetzt, beispielsweise für:

  • Schwingkreise

  • Tankkreise

  • HF-Filter

  • Resonanzkreise

  • Amateurfunkanwendungen

Sie zeichnen sich durch eine gute Temperaturstabilität und eine geringe Permeabilität aus. Die typische Permeabilität liegt je nach Material zwischen μ = 1 und 55.

Der empfohlene Frequenzbereich reicht von etwa 1 kHz bis 500 MHz.

Man unterscheidet drei Materialgruppen:

  1. Hohe Permeabilität (μ = 50–125)
    Anwendungen bis etwa 75 kHz

  2. Mittlere Permeabilität (μ = 20–60)
    Anwendungen von etwa 50 kHz bis 2 MHz

  3. Niedrige Permeabilität (μ = 1–20)
    Anwendungen von etwa 1 MHz bis 500 MHz

Die typische Werkstoffdichte beträgt 5 bis 7 g/cm³. Der Temperaturkoeffizient der Permeabilität liegt – abhängig vom Material – zwischen 100 und 1000 ppm/K.

Temperaturbereich

Standard-Eisenpulverkerne sind für Betriebstemperaturen bis etwa +75 °C ausgelegt. Spezielle Werkstoffe können – je nach Material – auch bei Temperaturen bis etwa +200 °C eingesetzt werden.

Hierzu gehören unter anderem:

  • MPP-Kerne

  • High-Flux-Kerne

  • Sendust-Kerne

Anwendungen von Pulververbundwerkstoffen

Pulverkerne werden bevorzugt dort eingesetzt, wo sich die Permeabilität unter Gleichstromvormagnetisierung nur gering verändern soll und gleichzeitig geringe Wirbelstromverluste bei höheren Frequenzen gefordert sind.

Typische Anwendungen sind:

  • Speicherdrosseln

  • PFC-Drosseln

  • Entstördrosseln

  • EMI-Filter

  • Ein- und Ausgangsdrosseln von Schaltnetzteilen

  • Leistungsinduktivitäten

Für klassische Transformatoren werden Pulverkerne dagegen nur eingeschränkt eingesetzt.

Sendust-Kerne

Sendust-Kerne erreichen Permeabilitäten bis μ = 125. Sie besitzen eine geringe Magnetostriktion und eignen sich besonders für Induktivitäten und Drosseln mit niedriger Geräuschentwicklung.

High-Flux-Kerne

High-Flux-Kerne sind eine Weiterentwicklung der MPP-Technologie mit erhöhtem Eisenanteil. Dadurch wird eine hohe Sättigungsflussdichte von bis zu Bs = 1,5 T erreicht. Sie eignen sich besonders für Anwendungen mit hohen Gleichstromanteilen.

MPP-Kerne

MPP-Kerne (Molypermalloy Powder) bestehen aus einer Nickel-Eisen-Molybdän-Legierung. Die Pulverpartikel werden mit einem temperaturbeständigen Isolationssystem beschichtet und anschließend zu Ringkernen verpresst.

MPP-Kerne zeichnen sich durch geringe Kernverluste, hohe Stabilität und hervorragende Eigenschaften für Präzisionsinduktivitäten aus.

Vorteile von Eisenpulverkernen

Der wesentliche Vorteil von Eisenpulverkernen ist ihre hohe Sättigungsflussdichte. Dadurch können sie hohe Ströme verarbeiten, bevor eine magnetische Sättigung erreicht wird. Dies macht sie besonders geeignet für Leistungsinduktivitäten und Schaltnetzteile mit hohen Strombelastungen.

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Materialeigenschaften

Gleichstrom-Drosseln und Netzfilter

Eisenpulver-Hintergrundwissen

Kennlinie Eisenpulver-Kerne